Zeitgenössische Kunst

Mit einem inhaltlichen Fokus auf die zeitgenössische Kunst versteht sich die „NINO GOGE GALLERY“ als eine Schnittstelle für das lokale und internationale Kunstgeschehen in Tbilisi. Unser geschichtsträchtiger Standort befindet sich im Herzen der Hauptstadt Georgiens – einem Ort dessen kulturelles Narrativ und Erbe vielfach interpretierbar ist. In der Zusammenführung sich stets neu formierender künstlerischer Positionen und ihrer Diskurse bildet die Galerie einen Raum zur aktiven Teilhabe, Auseinandersetzung und des Dialogs für aufstrebende und etablierte KünstlerInnen, innerhalb der dynamischen Veränderungen gesellschaftlicher, kultureller und politischer Art. Insofern positioniert sich die Galerie nicht nur kunstmarktorientiert, sondern ebenso auch als eine Vermittlungsinstanz im aktuellen Geschehen der zeitgenössischen Kunst, für eine breite Öffentlichkeit.

Kunst & Kulturbegegnungsstätte

Die aktuellen gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen wirken sich mehr denn je auf den Zeitgeist künstlerischer und kultureller Praxis aus: die Covid-19 Pandemie hat einen enormen Einfluss auf den Sektor der Kunst und Kultur ausgeübt und zeitgleich politische und soziale Veränderungen herbeigewirkt. Die aktive Auseinandersetzung mit der Kunst und Kultur eignet sich für eine Verortung, ein kritisches Bewusstsein und einem Austausch dieser dynamischen Prozesse. Als eine Begegnungsstätte der Kunst und Kultur wollen wir ebendem Rechnung tragen. Durch die Einbindung der lebendigen Kunst- und Kulturszene von Tbilisi im aktuellen Kunstmarktgeschehen, der Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit internationalen KünstlerInnen, KunstwissenschaftlerInnern, KritikerInnen und einem innovativen kuratorischen Konzept wollen wir einen Raum für aktuelle künstlerische Entwicklungen und einen Begegnungsort für eine breite Öffentlichkeit schaffen. Als interdisziplinär vernetzte Organisationsform vertreten wir dabei ein offenes und breitgefächertes Verständnis von Kunst und Kultur, was eine experimentelle Ausstellungspraxis und ein ebenso vielfältiges Ausstellungsangebot ermöglicht.

Kollaborative Bildung und Vermittlung

Betrachtet man Kunst und Kultur als gesellschaftsimmanente Phänomene, so liegt die Annahme auf der Hand, dass sie ebenso gesellschaftlich verankerte und einer breiten Öffentlichkeit zugängliche Güter darstellen. Insofern verstehen wir unsere Ausstellungspraxis und unser kuratorisches Konzept auf einer inklusiven Verhandlungsbasis. Daher vertritt die Galerie ein kollaboratives und vernetztes Vorhaben mit den Kunst- und Kulturbildungsstätten auf nationaler und internationaler Ebene. Durch unsere Vernetzung mit der „Staatlichen Akademie der Künste in Tbilisi“, der „Staatlichen Shota Rustaveli Theater und Filmuniversität“, dem „Staatlichen Wano-Saradschischwili-Konservatorium“, den musealen und kulturellen Einrichtungen und ebenda tätigen Persönlichkeiten, der Möglichkeit, die wir als Plattform jungen und aufstrebenden KünstlerInnen bieten, wollen wir einen aktiven Dialograum, einen experimentellen und offenen Ort schaffen. Hiervon zeugen unsere vielfältigen Angebote – zusätzlich zur gängigen Ausstellungspraxis für die zeitgenössische Kunst – an musikalischen Events, Lesungen, Filmvorführungen, themenspezifischen Workshops und Veranstaltungen.

Unser Team

Owner/Co-Founder, Gallerist

Curatorial Assistant, Art Coordinator

Marketing & Social Media Management

Curatorial Assistant

Curatorial Assistant

Curatorial Assistant

Standort

Die „NINO GOGE GALLERY“ befindet sich in der Altstadt von Tbilisi, im Stadtteil Vera, in der Jakob Nikoladze Straße №8. Spezifischer wird der Ort Pikris Gora (Gedankenhügel) bezeichnet: ein kleines und eigentümliches Gebiet, nicht nur aufgrund seiner Lage und Architektur – als ein Mikro-Stadtteil in einem Stadtteil, sondern auch wegen des Lebensstils der hier lebenden Menschen.

Umgrenzt wird das Gebiet vom Varaziskhevi („Varazi-Tal“) und der Melikishvili- sowie der Kostava-Straße. Die dominierende Architekturlandschaft beruht überwiegend auf die sowjetische Urbanisierung der 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts, wobei vereinzelt auch Architektur aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vorzufinden ist. Worauf die Bezeichnung Pikris Gora („Gedankenhügel“) zurückzuführen ist, ist nicht eindeutig geklärt. Möglicherweise ist die Bezeichnung dadurch entstanden, dass Reisende nach Tbilisi auf diesen Hügel Rast machten, wodurch die Bezeichnung Pikris Gora („Gedankenhügel“) entstanden sein könnte. Durch die landschaftliche Erhöhung bietet der Ort einen Panoramablick auf den Heldenplatz, auf ein historisches, elfstöckiges Haus aus dem Jahre 1937, auf die Ruinen der ehemaligen Seidenfabrik und das 1940 errichtete Zirkusgebäude auf dem gegenüberliegenden Hügel.

Benannt ist die Straße nach dem georgischen Bildhauer Jakob Nikoladze (1876-1951), der  hier einst sein Haus und seine Werkstatt hatte. Jakob Nikoladze galt als ein Wegbereiter der georgischen Bildhauerei und Mitbegründer der Staatlichen Akademie der Künste von Tbilisi. Von 1904-1910 lebte Nikoladze in Paris und arbeitete im Atelier von Auguste Rodin. Durch seine Anregung wurde 1925 eine Straße in dieser Gegend nach Rodin benannt. In der Rodin Straße №6 wurde auch das Jakob-Nikoladse-Haus eröffnet. In der Sowjetzeit befand sich eben hier das renommierte Jakob Nikoladze Kunstinstitut. In unmittelbarer Nähe befinden sich ferner auch berühmte Bauten der Sowjetischen Moderne – hierzu gehören: die Staatliche Philharmonie (1974) und die Technische Bibliothek (1986) an der Kostava-Straße sowie das ehemalige Hotel Sakartwelo (1958), an der Melikishvili-Straße aus der poststalinistischen Ära, in dem noch immer Vertriebene aus Abchasien leben. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden auf Pikris Gora neue Wohnhäuser und Hotels gebaut und alternative Clubs, Bars und „Offspaces“ eröffnet.

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